«mouth pockets»

Seit dem ersten Schnee haben wir uns in wissendes Schweigen gehüllt, um nun mit einem großen Schwung die Ereignisse der vergangenen 4 Wochen Revue passieren zu lassen. Es war das volle Leben mit Erfolg und Misserfolg – Mensch: sei pathetisch. Wir trafen auf einem sehr netten Weihnachtsempfang (Schwerpunkt Buffet und von D erzählen) einen äußerst engagierten inzwischen emeritierten Politikprofessor, der nahezu akzentfrei deutsch redete und als einer der ersten Fulbrightaustauschstudenten in Deutschland 1953 Adenauer besuchte und eine Frau «mit zurück brachte». Doch dann, in den letzten zwei Uniwochen ließ die Arbeit mich sozial untertauchen, was ich hiermit öffentlich entschuldige. Aber: es hat sich gelohnt! Stolz darf ich auf ein volles Semester zurückblicken. Die letzten Unterrichtstreffen waren deshalb auch sehr emotional, in zwei Klasse brachten alle selbst (!!) gemachtes Essen mit. Da ließ auch mich als kochender Mitteleuropäer nicht lumpen und – da ich in meiner Buchdruckklasse ein Buch über ein Maultaschenrezept produziert hatte – gab es entsprechend am letzten Tag Maultaschen. Echte, selbst gemachte, liebevoll zugerichtete schwäbische Maultaschen! Auf den Fotos seht ihr die Details der Werkgenese. Muttern wird stolz sein, schließlich machte sie mir dieses herrliche Gericht erst lieb! Ihr Hinweis, «den Teig dünn ausrollen wird eine Qual!» im Kopf rüstete ich mich professionell aus: Eine Mitstudentin lieh mir die «Nudelmangel» ihrer italienischen Großmutter mit italienischer Beschreibung und mein Mitbewohner seine «Kitchen Aid». Nun konnte es losgehen. Mit dieser Bewaffnung ging alles erdenklich einfacher und ich brauchte für ca. 70 Maultaschen knapp 6 Stunden. Das sind 5,14 Minuten pro Maultaschen, für den Anfang? Den Mitstudenten hat es sehr geschmeckt, ich habe es auf Video gebannt. Einfach hier klicken und mit ansehen, wie Maultaschen amerikanisch bewertet werden.
Das war allerdings nur das ESSEN für die letzte Stunde, darüber hinaus entstand ein Kinderbuch in sechs Postkarten, für meine Fotoklasse fotografierte ich 650 Hausnummern unserer Straße auf einer Strecke von knapp 13 km, für meine Künstlerbücherklasse nahm ich 19 Orte in Chicago akustisch und visuell auf etc. Ja richtig, ich werde Euch das alles zeigen wenn wir uns sehen – welch eine Drohung! Schärz.
Und nun weiter im Blog.

Alle Teigbahnen ausgerollt

Die Füllung

Das «Maultaschen», später formte ich aber einzelen Taschen, da diese empfohlene Variante nicht wirklich klasse funktioniert. (Welch ein informativer Blog!!!)

Das Ergebnis!!!

Meine Klasse: nach dem Schmaus werden die Abschlussarbeiten begutachtet