Archive for August, 2006

Chicago updated part three – Third time is a charm.

Donnerstag, August 31st, 2006

Zoo

Aaaaalso. Nach architektonischer und politischer Beobachtung folgt nun die technische und religöse (wieso Hunde bei Taufen Hawaii-Hemden später). Und das kam so: Nach einem vergnügten langen Tag in Chicagos Häuserschluchten gedachte sich ein deutsches Ehepaar erschöpft in die angemietete Wohnung des Chicagoer Stadtteils Logan Square zu begeben als der technische Fortschritt Sie harsch attackierte. Die Wohnungstür schien durch ein brummendes, lärmendes sich bewegendes Etwas dermaßen blockiert, das ein standardisierter Einmarsch unmöglich schien. Kurze Bedenkzeit – der zweite Vorstoß: Es gelingt die Hürde zu überwinden. Das Unbekannte entpuppt sich als … (more…)

Chicago updated part two

Donnerstag, August 31st, 2006

Der Rufer

Am nächsten Tag offenbarte sich Amerika von seiner skurillen Seite. Da trafen wir doch echt einen antisowjetischen Kämpfer des Imperialistisch… ich wusste gar nicht mehr, das solche Termini noch kursieren! Da trafen wir doch echt einen einsamen Kämpfer, einen Rufer in der Wüste, der sich dem großen Vergessen und der Unachtsamkeit wiedersetzt, die seine Landsleute umgibt. Ein Held, ein Retter: Kurzum ein ganz Großer dieser Tage … (more…)

Chicago updated part one

Donnerstag, August 31st, 2006

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So, langsam wird man heimisch. Viel passiert seit dem letzten Eintrag, die Stadt scheint einen zu verschlingen – besonders verkehrstechnisch. Gegen Letzteres wurde sogar extra eine «Traffic Management Authority» gegründet, die nun mit leuchtenden Zeptern reichlich bemüht den Verkehr zu beeinflussen versuchen. Chicago ist landesweit als die schlimmste Verkehrszone bekannt – der Erfolg bleibt noch aus.
Doch wäre das viel zu wenig – schließlich hatte ich meine ersten Einführungstage in der Uni mit Bootchenfahrt, Antisowjetische Helden zu beobachten, einem Roboter in unserer Wohnung auszuweichen, einer hawaiianischen Taufe beizuwohnen und vieles mehr. Das Foto oben zeigt übrigens unser neues Domizil. Doch nun alles der Reihe nach in kurzen Hauptsätzen … (more…)

Montag, August 28th, 2006

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Ein ganz enger Freund unserer Familie ist gestorben. Er hat Karin und mich am 14.08.2004 getraut. Ich bin mit ihm und seiner Familie Tür an Tür aufgewachsen, die meisten von Euch kennen ihn. Das ist ein Schock und gehört auch zwischen diese bunten Erlebnisse. Auch der Tod gehört zu unserem Leben, aber wie gut zu wissen das er inzwischen bei IHM sein darf.

Endlich in der «Windy City»

Dienstag, August 22nd, 2006

Chicago beach

Nun sind die ersten drei Tage schon vorbei, alles ist noch ganz neu und unwirklich. Begrüßung: 29°C und 90% Luftfeuchtigkeit – ein herber Schlag nach dem kühlen San Francisco. Wir haben ein sehr nettes Zimmer in einer 2raumwhg mit außerordentlich nettem Mitbewohner. Er selbst besitzt zwar die deutsche Staatsbürgerschaft, spricht aber kein Wort mehr Deutsch – umso besser. Die Stadt ist riesig und möchte erobert werden … Viel mehr kann ich noch nicht sagen. Wir wohnen hier in der überwiegend mexikanischen Ecke, sehr preiswert alles und ein bisschen «industrial». Ein Friedrichshain mit ein bisschen Neukölln vielleicht, denn die junge Szene zieht gerade erst hin. Hoho.
Heute beim obligatorischen WalMart-Besuch für das nötigste fuhren wir in die Southside. Plötzlich ist man der einzige Weiße im Bus und wird angeguckt. So muss sich das wohl anfühlen. (more…)

Santa Cruz und Ano Nuevo Revervoir

Dienstag, August 22nd, 2006

Pazifik

Einen Tag ins Auto und die Küste hinunter nach Santa Cruz. Immer am Pazifik entlang, 2 h Halt um Seeelefanten und Geckos angucken, dann Santa Cruz (nein, nicht an den Strand mit Achterbahn, sondern lieber in die Stadt und auf den Markt), dann durch die Berge zurück mit Blick aufs Silicon Valley und am Schluß ein Stop am Half Moon Bay um am rauschenden Pazifik ein Abend-Picknick einzunehmen. (more…)

Kunst in der Bay Area

Dienstag, August 22nd, 2006

Das De Young Museum von Außen

Tag für Tag entdecken wir ein Kunstmuseum nach dem anderen: erst «SFMOMA», dann das eindrucksvolle «de Young» (Foto). Sehr inspirierend. Gerade im «de Young» entdeckte ich eine wunderbare Ausstellung «chicano» – mexikanischstämmige US Maler der Gegenwart. Tlws. sehr von Diego Rivera beeinflusst, doch auch eine ganz eigene Farbigkeit und Bildsprache, die ich sehr spannend fand.
Am letzten Tag fuhren wir nach Berkeley und gaben uns das dritte große Museum mit u. A. aktuellen Werken: Das «UC Berkeley Art Museum and Pacific Film Archive». Wieder eine so spannende Ausstellung von indischen Künstlern aus den Jahren 1990–2006. «EDGE OF DESIRE: RECENT ART IN INDIA». Alle Medien vetreten. Die Malerei und die Künstlerbücher beeindruckten mich besonders. Sehr spannend, wie anders Bücher dort entstehen. Nebenan standen noch ein echte Jean Tinguely-Apparat zum betätigen und unten hing noch ein Francis Bacon. Soviel Inspiration verdient einen eigenen Blog-Eintrag.

everybody’s favourite city

Donnerstag, August 17th, 2006

San Francisco

Netter Titel eines Reiseführers für diese Stadt. Trifft aber wirklich zu. Ich bin hin und weg. Diese Stadt ist so wunderschön. Gebaut im mehreren Schachbrettmustern versetzt auf vielen Hügeln die tlws. extrem steil hoch ansteigen. Doch die Stadt wird dadurch weder unbefahrbar noch anstrengend sondern einfach nur unglaublich. Könnte man sich echt vorstellen zu … :)
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Automotive

Donnerstag, August 17th, 2006

Automotive

Amerikaner erleben die Welt aus dem Auto
So scheint es jedenfalls, wenn man sich das Verkehrsverhalten ansieht. Die Auto-Zentriertheit ist an sich nichts neues, aber hier in San Fran – der absoluten Touristen Stadt – fällt mir auf das auch die amerikanischen Touristen vieles am liebsten aus dem Auto bestaunen. Da kommt Ihnen die Lombard Street – die kurvenreichste Straße der Welt – ganz gelegen. Kein Wunder, das Sonntags auf Grund des Ansturms erstmal abgesperrt wird.
Wir bewegen uns hier größtenteils mit den Öffentlichen, wobei man merkt wie verwöhnt man durch die BVG ist. Bushalteschilder: LUXUS! Ein gelber Streifen auf einem Laternenpfahl reicht völlig zu. Fahrpläne: LUXUS! Man kann doch einfach warten! In den größten Straßen ist manchmal angegeben, von wann bis wann. Die genialen Straßenpläne der BVG an jeder Bushaltestelle in Berlin: UNDENKBAR.
Resumé: Es macht trotzdem riesigen Spaß, da die historischen Cable Cars zu den Öffentlichen Bussystem dazugehören und deshalb ganz normal genutzt werden können! Wenn gerade nicht Touris alles verstopfen. Und im Bus an komischen Reiß-Leinen als Stop-Signale zu ziehen: wunderbar. (more…)

Essen mit Schürze

Samstag, August 12th, 2006

Essen mit Schürze

Beobachtung bei Tisch
Eben saß ich beim Mittagessen neben einer Familie und beobachte die Großmutter, welche sich galant mit einer Gabel die Eiswürfel aus dem Wasserglas fischt. Nichts Schlimmes, habe ich die letzten Tage auch immer mit dem Orangensaft gemacht – ohne Strohhalm verkühlt man sich sonst die Oberlippe und ohne Würfel wird alles warm. Aber diese ältere Dame nimmt die Eiswürfel und, ja und versenkt sie im Kaffee plumpsen!! Im Kaffee!! Wie übel!! Kleine Eisberge schwimmen im italienischen Kaffee! (more…)